Die Stadt Hamburg gehört, zumindest in den zentralen Innenstadtvierteln wie Altona, St. Georg, St. Pauli, dem Schanzenviertel und besonders in neu entstandenen Quartieren wie der "HafenCity" in der ehemaligen Speicherstadt mit zu den teuersten Pflastern, was Mietwohnungen in Deutschland betrifft. Während jedoch die Letztgenannte von vorne herein für eine eher zahlungskräftige Klientel konzipiert (und seitens nicht weniger wohnungssuchender Hamburger Bürger auch genau dafür kritisiert wurde und wird), wiegen die teilweise rasant steigenden Mietpreise in den erstgenannten, ursprünglich mehrheitlich von Arbeitern und Geringverdienern bewohnten Viertel umso schwerer, denn der dort aufgrund von Abriss, Luxussanierung und auch spekulativem Leerstand entstandene Wohnungsmangel wird nicht ausreichend durch Neubau von erschwinglichem Wohnungsraum kompensiert.
Die diesjährigen Ankündigungen des Hamburger Senats, ab dem Jahr 2012 6.000 Wohnungen neu zu bauen, und für die begehrtesten Wohnlagen wie die oben genannten Erhaltungsverordnungen zum Schutz der bisherigen Mieter zu forcieren, werden seitens der alteingesessenen Hamburger größtenteils eher misstrauisch und skeptisch betrachtet. Auch die öffentlichen Äußerungen der neuen Hamburger Stadtentwicklungs- und Umweltsenatorin Jutta Blankau, dass es in Hamburg keine "Wohnungsnot", dafür aber in weiter außerhalb liegenden Vierteln noch ausreichend bezahlbare Wohnungen gebe, wird durch die Erfahrung vieler Wohnungssuchender konterkariert, die sich auch bei Besichtigungen von einfachen Wohnungen in ausgesprochen unattraktiv gelegenen Randlagen mit sehr vielen Mitbewerbern und stark steigenden Preisen konfrontiert sehen.
Während sich also Wohnungssuchende in der Hansestadt wohl voraussichtlich noch länger über steigende Mieten und wenige bezahlbare Wohnungen ärgern werden, und auch die Faktoren mangelndes Angebot an bezahlbaren baureifen Grundstücken, kontinuierliche Zuwanderung und zunehmende Singularisierung der Gesellschaft die rasant wachsende Wohnungsknappheit in der Stadt - schon jetzt sollen in ganz Hamburg 20000 bis 30000 Wohnungen fehlen - mittel- und langfristig eher noch verschärfen werden, haben zumindest Besucher, Gäste und Touristen in Hamburg keinerlei Probleme, eine günstige Ferienwohnung in Hamburg mieten, denn solche Unterkünfte gibt es in Hamburg wie Sand am Meer.
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